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Koalitionsverhandlungen: Der Ton wird rauer

Also doch: Union und FDP räumen in ihren Verhandlungen ein, was sie schon im Wahlkampf hätten wissen können. Ihre Versprechen sind nicht bezahlbar. Für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren zukünftigen Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) beginnt bei den Koalitionsverhandlungen die Woche der Wahrheit.

 

Ronald Pofalla war sichtlich darum bemüht, die Erwartungen zu dämpfen. "Wir tun in Deutschland so, als sei die Krise schon vorbei", sagte der CDU-Generalsekretär am Montag vor Journalisten in Berlin, dabei sei doch klar "auch die nächsten Jahre werden Krisenjahre sein". Im Wahlkampf hatte das noch anders geklungen, da hatten die Christdemokraten schon das Ende der Rezession gefeiert. Aber inzwischen ist die Zeit der Versprechen vorbei, für Union und FDP hat die Woche der Wahrheit begonnen. Bis kommenden Sonntag sollen die Verhandlungen beendet sein. Von Freitag, bis Sonntag tagt die sogenannte "große Koalitionsrunde" um die Kompromisse festzuzurren, und um die Posten zu verteilen.

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Rot-Rot - aber wie?

Das Tabu war rhetorisch schnell gekippt. Aber zur linken Koalition auf Bundesebene ist noch ein weiter Weg. Dabei drängt die Zeit.

Klaus Wowereit war der erste, der es am Montag nach der Wahl, die für die SPD einen so verheerenden Ausgang genommen hatte, offen aussprach. "Das Tabu muss weg", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister. Seitdem überschlagen sich Sozialdemokraten mit Bekenntnissen zu einem Strategiewechsel im Umgang mit der Linkspartei. Quasi über Nacht sind alle Abgrenzungsrituale Schall und Rauch. Rhetorisch haben die Sozialdemokraten das Tabu schnell gekippt. Aber einfach sind rot-rote und rot-rot-grüne Bündnisse nicht zu machen.

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